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Das Wort pelagisch stammt aus dem Grieschichen πέλαγος oder pélagos, und bedeutet offenes Meer.

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Pelagische Fische leben überlicherweise zwischen Wasseroberfläche und Meeresgrund, dort wo auch herkömmliche Fischarten, wie Kalbeljau und Schellfisch, leben. Pelagische Fische leben meistens in großen Schwärmen. Tatsächlich zählt der Hering laut Guinnessbuch der Rekorde zu den am häufigsten vorkommenden Fische.

Zu den kommerziellsten pelagischen Fischen, die von irischen Fischereischiffen gefangen werden, gehören Makrelen (Scomber scombrus), Heringe (Clupea harengus), Bastardmakrelen (Trachurus trachurus) und blaue Wittlinge (Micromesistius poutassou).

Makrelen

Makrelen leben an Küstengewässern und in großen Schwärmen. Oftmals bewegen Sie sich sehr schnell und legen dabei große Strecken zurück. Makrelen sind gefrässige und opportunistische Tiere, die hauptsächlich Plakton, aber auch kleine pelagische Fische fressen. Aus diesem Grund hat die Makrele einen hohen Fettanteil und sammelt im Frühling und Sommer hohe Energiereserven an, die für die Migration und darausfolgende Gonadenentwicklung im Winter benötigt wird.

Ein Großteil der irischen Quote für den Makrelenfang wird zwischen Januar und Februar gefischt. Aktuell wird der Großteil dieser Fische auf dem russischen Markt als geräucherter Fisch verkauft.

Heringe

Heringe leben in kleineren Schwärmen in Küstengewässern und verfügen über komplexe Fressgewohnheiten und Laichwanderungen. Sie ernähren sich von kleinen planktonischen Copepoden und verbringen ihre Zeit in tieferen Gewässern, steigen nachts jedoch an die Oberfläche, um ihre Nahrung visuell zu suchen. Das Schwarmverhalten, die silbernen Seitenpartien, das exzellente Hörvermögen sowie eine blitzschnelle Reaktion bei Gefahr dienen allesamt dem Schutz vor Raubfischen.

Heringe werden in viele Unterfamilien unterteilt. Zu den wichtigsten Unterfamilien im Ostatlantik gehören die norwegischen und isländischen Heringe (Laichzeit im Winter), die isländischen Heringe und Nordsee-Heringe (Laichzeit im Herbst) sowie die baltischen Heringe.

Die irische Fangquote wird in zwei Zeiträumen erreicht. Gefischt wird zwischen Januar und Februar sowie in den Herbstmonaten.

Bastardmakrelen

Ausgewachsene Bastardmakrelen bilden große Schwärme in Küstengewässern mit sandigem Untergrund. Sie ernähren sich von Fischen, Krustentieren und Kopffüßler. In Irland sind sie eher unbekannt und werden hauptsächlich als Tiefkühlware verkauft. Siebzig Prozent der irischen Fangquote wird in der sogenannten Frühlingsfischerei, d. h. von Januar bis März, erzielt. Der Rest der Quote wird zwischen Oktober und Dezember, in der sogannanten Herbstfischerei, gefangen.

Blaue Wittlinge

 

Diese Fischart ist auf dem irischen Binnenmarkt relativ unbekannt, wird aber seit 2005 in der Hafenstadt Killybegs in großem Umfang verarbeitet. Im Gegensatz zu anderen pelagischen Fischarten haben blaue Wittlinge einen geringen Fettanteil, da sie zur Familie der Dorsche gehören (verwandt mit Kabeljau, Schellfisch und Wittling).

Hauptabsatzmarkt für blaue Wittlinge ist Afrika, die dort als gute Eiweißquelle gelten. Ein weiterer Teil des Fangs geht zur Weiterverarbeitung nach China.

Die begrenzte irische Fangmenge wird im Februar und März gefischt. Da die blauen Wittlinge an der Westküste Irlands leben, wird ein großer Teil des norwegischen Fangs in Killybegs verarbeitet